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| Behandlung mit künstlicher
Gelenkflüssigkeit bei Verschleiß des Kniegelenkes |
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| Eine Therapie bei Arthrose zielt
grundsätzlich auf eine Verbesserung der Gelenksmechanik und eine
Schmerzreduktion ab. Dazu gehören Bewegungstherapie, Versorgung mit
Einlagen oder Schuhzurichtungen, Medikamente und auch Spritzen in das
Gelenk. Bei einer akuten Arthrose mit Erguss und starken Schmerzen ist
Kortison sehr hilfreich. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von
künstlicher Gelenkschmiere. Wenn alle Methoden ausgeschöpft sind, muss
man über eine Operation nachdenken. Der Eingriff kann dann sogar so
weit gehen, dass ein künstliches Gelenk implantiert werden muss. |
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| Die neuen Präparate sind frei von Hühnereiweiß - Allergien wurden seit
Jahren in unserer Praxis nicht mehr beobachtet. Je nachdem, wie schwer
das Kniegelenk von Arthrose betroffen ist, hält die Wirkung 6 Monate
bis über ein Jahr an. Ziel der Behandlung ist die deutliche
Verbesserung von Beweglichkeit und Schmerz. |
| Die gesetzlichen
Krankenkassen tragen die Kosten für eine Behandlung Hyaluronsäure (wie
mittlerweile auch für viele andere Behandlungsverfahren) nicht. |
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| Wegen der guten
Verträglichkeit des Präparates und der guten Wirkung bei mäßigen bis mittelstarkten
Arthrosen kann dieses Verfahren vom ärztlichen Standpunkt aus empfohlen
werden. Zudem sind wir verpflichtet, unsere Patienten über
Behandlungsalternativen zur Entscheidungsfindung zu informieren. Dieser
Informationspflicht kommen wir nach. Ob diese Behandlung in Ihrem
speziellen Fall indiziert ist und welche Kosten entstehen, beantworten wir
Ihnen in unserer Praxis gerne. |
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Zum Thema ...
Die körpereigene Gelenkflüssigkeit besteht aus der so genannten
Hyaluronsäure, im Wesentlichen eine Kohlenhydratverbindung, so dass ein
sehr großes und elastisches Molekül entsteht. Ein Liter Hyaluronan bindet
etwa 3 Liter Wasser. Das Hyaluronan wird von der Gelenksschleimhaut
gebildet und in das Gelenk abgegeben, wo es sich auf der Oberfläche des
Knorpels als Schutzschicht gegen mechanische Erschütterungen ablagert. Die
Hyaluronsäure verfügt über so genannte viscoelastische Eigenschaften und
wirkt gewissermaßen als Stoßdämpfer zwischen den Knorpelschichten. Zudem
hemmt diese Substanz entzündungsfördernde Zellen.
In verschlissenen Gelenken ist der Gehalt an natürlichen Hyaluronan
deutlich vermindert. Besonders das Kniegelenk unterliegt auf Grund seiner
starken Beanspruchung einem hohen Verschleiß. Wenn der Knorpel abgenutzt
ist und das Gelenk bei Bewegung knirsche und schmerzt, ist auch der Gehalt
an Hyaluronsäure vermindert, da die chronisch entzündete
Gelenksschleimhaut die Produktion nicht mehr in notwendigen Umfang
aufrechterhalten kann. Die gebildete Gelenksflüssigkeit ist wesentlich
dünner und kann den Knorpel schlechter vor mechanische Belastung schützen. |
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Zum Begriff ...
Der Ursprung der Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure hat seinen
Ursprung im Pferdesport der 70-er Jahre. Seit Mitte der 90-er Jahre
die Therapie mit Hyaluronsäure beim Menschen einen deutlichen
Aufschwung genommen. Derzeit liegen verschiedene Präparate vor, bei
denen bis zu 5 Injektionen im wöchentlichen Abstand notwendig sind.
Die meisten Erfahrungen betreffen das Kniegelenk, da dieses Gelenk
sehr oft von Arthrose betroffen ist und als großes Gelenk mit einer
großen Knorpeloberfläche dankbar auf diese Behandlung reagiert.
Präparate für andere Gelenke (Fingergelenke, Hüftgelenke) sind
ebenfalls erhältlich. Die Verabreichung ist technisch teilweise
recht aufwändig. |
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