Injektionen
 
Da eine Spritze auch trotz sorgfältigen Arbeitens eine, wenn auch sehr geringe, Möglichkeit der Komplikation beinhaltet, wird diese Behandlung selbstverständlich nach sorgfältiger Abwägung der Indikation dem Patienten erklärt und durchgeführt. © DXfoto.com - Fotolia.com
Kortison - muss das sein?
Bei vielen Erkrankungen muss man diese Frage eindeutig mit ja beantworten. Hier ist ja nicht die ständige Einnahme von Kortison bei z. B. Asthma gemeint mit allen möglichen Nebenwirkungen einer jahrelangen Einnahme wie Osteoporose. Hier ist die Rede von einer einmaligen Spritzenbehandlung mit gelegentlicher Wiederholung.
Das beste Beispiel ist ein hochakuter Knieverschleiß mit Erguss und starken Schmerzen. Nach der Entfernung des Ergusses wird in das betroffene Gelenk Kortison gespritzt. Sofort werden Schmerzen geringer und die entzündete Schleimhaut beruhigt. Ebenso kann Kortison sehr hilfreich sein beim Tennisellenbogen und Fersensporn. Die meisten Injektionen werden jedoch mit einem örtlichen Schmerzmittel durchgeführt. Diese Schmerzmittel haben eine verschieden lange Wirkdauer von 20 Minuten bis etwa 12 Stunden. Je nach Beschwerdebild wird das entsprechende Mittel ausgesucht und kommt bei örtlichen Schmerzen, zum Beispiel beim akuten Hexenschuss, zum Einsatz.
Neben den Spritzen an den Ort des Schmerzes gibt es weitere Techniken, abhängig von der Ausdehnung und der Dauer der Schmerzen. Injektionen an Nervenbahnen oder an übergeordneten " Schaltzentralen " der Nerven sind ebenso möglich. Diese Injektionen dürfen selbst verständlich nur von speziell ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden und erfordern eine Überwachung des Patienten nach der Injektionen. Beide Forderungen sind in unserer Praxis erfüllt. Durch diese Techniken können oft noch chronische Schmerzen mit bisher vielen erfolglosen Therapien positiv beeinflusst werden. Ein Beispiel ist die Behandlung des so genannten Ganglion stellatum an der Halswirbelsäule, womit sehr gut chronische Schmerzen der gleichseitigen Schulter und des gesamten Armes behandelt werden können. Daneben gibt es noch die Techniken der Reflextherapie, wo mit Injektionen an bestimmte Punkte entfernt liegende Schmerzgebiete beeinflusst werden können. Siehe auch unser Informationsblatt für Patienten.
Zum Thema ...
Weitere Informationen zu einzelnen Krankenbildern erhalten Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie e.V..
Zum Begriff ...
Eine Spritze dient eigentlich nur dazu, eine bestimmte Substanz an einen gewünschten Punkt im Körper zu bringen. Insofern ist eine Spritze logischer und für den Körper weniger belastend als die Einnahme von schmerzlindernden oder entzündungshemmenden Tabletten, welche über den Magen/Darm aufgenommen werden und in der Leber oder den Nieren verarbeitet werden, bevor der (dann meist veränderte) Wirkstoff die Beschwerden lindert.